Ja meine Lieben,
mal wieder ein Post von mir. Kennt ihr das, wenn ihr über irgendein Thema diskutiert und irgendwie fallen einem während der Diskussion nur doofe Argumente ein. Ein paar Stunden später fällt einem dann auf, dass es um dein Lieblingsthema geht, von dem du ein gründliches Konzept erarbeitet hast und super Monster-Totschlag-Argumente hast. Ja, ja, sowas macht einen fertig. Und das ist auch der Grund, warum ich meine Leserschaft jetzt mit meiner Theorie über die Freiheit des Menschen belästige/erleuchte/what ever. Also, um zu meiner heutigen Situation zurückzukehren: Wir haben über die menschliche Psyche geredet und es wurde allgemein von einem deterministischem Menschenbild geredet. Also, kurz und fast schon kriminell verkürzt: Wir sind das Ergebnis unserer Gene und Einflüsse von Außerhalb. Gut, klingt irgendwie logisch, steht nur im Gegenzug zu was ich glaube. Natürlich hat unser Umfeld, unsere Gene, unsere Erziehung und vieles mehr einen großen Einfluss auf unser Denken, aber es existieren auch noch Logik und Fantasie. Logik ist universell. 1+1=2. Punkt. Die Vorstellung von Schönheit würde z.B. variieren zwischen einem Menschen aus Deutschland und einem aus Korea, die Vorstellung von 1+1 nicht. Denn Logik lässt nur eine einzige mögliche Antwort zu. Meine Erziehung, oder meine Freunde könnten nie meine Logik beeinflussen. Höchstens die Art und Weise, wie ich sie benutze. Doch das Hauptargument liegt auf der Kreativität. Kommt von creare= erschaffen. Und diese würde ein rein deterministisches Weltbild ausschließen. Nehmen wir das "Schwarze Quadrat" von Malewitsch. (Hier ist es:)
Okay, ehrlich gesagt hätte ich auch gedacht, dass die ultimative Form der menschlichen Kreativität k.a. ein abgefahrenes Hieronymus Bosch Gemälde o.ä. wäre, aber nachdem man nachgedacht hat, fällt einem folgendes auf: Wie jeder Künstler und die meisten nicht Künstler wissen, existiert in der Natur nichts gerades oder symetrisches. Es gibt in der Natur kein Quadrat! Wären wir also Summe äußerlicher Einflüsse, könnten wir uns nichts Symetrisches wie ein Quadrat vorstellen, da wir ein Vorbild in der Natur bräuchten. Dies gibt es nicht. Das Quadrat entspringt allein der Menschlichen Kreativität. Wir haben es "erschaffen", wenn man an "creare" zurückdenkt. Genauso schwarz. Wie wir alle wissen ist Licht weiß und wird erst farbig, wenn es bricht. Schwarz ist also die Abwesenheit von Licht. Etwas, das wir in der Natur nicht finden, denn ein Bisschen Licht scheint immer und was uns schwarz erscheint ist oft dunkelbraun oder dunkelblau. Die Farbe schwarz wird es auf der Erde nicht geben, da sie von der Sonne bestrahlt wird. Schwarz können wir also nicht durch Naturbeobachtung kennengelernt haben, sondern, hurrah, selbst erschaffen. Das heißt: In dem Moment, in dem wir etwas autonom von der Natur erschaffen können, sind wir frei. Bleibt mir nur noch zu sagen: Danke Malewitsch für dein großartiges Bild.
Feiert schön euer Leben, Leute, denn ihr seid frei.
Euer Wolkenkind.
Eine Wolke besteht aus folgenden Substanzen: Farbe, Musik, Geruch, Schlaf und Wasser. Manchmal regnet es etwas anderes als Wasser, was aber nur wenige Menschen bemerken. (Yoko Ono)
23.11.2010
15.11.2010
Die Reise
Die Reise
Hier beginnt meine Reise mit dem fliegenden Teppich. In meinem Garten, zwischen Hollywoodschaukel und Blumenbeet. Ich sage niemandem Tschüss, denn ich komme ja schon bald wieder zurück, ungefähr zur AbendbrotZeit.
Als erstes möchte ich nach England fliegen, da war ich noch nie. Die Seeluft schneidet mir ein Bisschen ins Gesicht, während ich über den Ärmelkanal fliege, aber was macht das denn schon, wenn man weiß, dass man am Leben ist.
Als erstes fliege ich zum Buckingham Palast und spucke der Queen in den Tee.
Das war vielleicht nicht gerade höflich, aber die Versuchung war zu groß.
Allgemein ist der Versuchung irgendwo runter zu spucken sehr groß, wenn man ganz weit oben fliegt. Ich sause durch die Straßen Londons und bringe so manchen Großstädter zum staunen, nur die Palastwache behält ihre steinerne Miene.
Wer stellt denn jemanden ein, der nicht einmal staunen kann, wenn ein fliegender Teppich an ihm vorbeidüst? Komischer Volk, die Engländer.
Jetzt muss ich aber noch unbedingt nach Escot, die Pferde beim Rennen überholen und den Damen in der Tribüne den Hut klauen. Einer ist besonders lustig, er ist knallpink und hat die Form eines Pferdes. Den behalte ich, gebe der Dame dafür aber Geld, schließlich bin ich kein Dieb. Nur ein Reisender mit Teppich und Hut.
So schick herausgeputzt muss ich natürlich noch einen Abstecher in Paris machen. Ich sehe schöne, alte Straßen, über die so manches Gedicht geschrieben wurde. Leider fällt mir keines ein, zum Ersatz singe ich ein kleines Lied, das ich heute Morgen noch im Radio gehört habe.
Es ist so einfach eine feierliche Stimmung zu erzeugen, wenn einem danach ist.
Als erstes möchte ich nach England fliegen, da war ich noch nie. Die Seeluft schneidet mir ein Bisschen ins Gesicht, während ich über den Ärmelkanal fliege, aber was macht das denn schon, wenn man weiß, dass man am Leben ist.
Als erstes fliege ich zum Buckingham Palast und spucke der Queen in den Tee.
Das war vielleicht nicht gerade höflich, aber die Versuchung war zu groß.
Allgemein ist der Versuchung irgendwo runter zu spucken sehr groß, wenn man ganz weit oben fliegt. Ich sause durch die Straßen Londons und bringe so manchen Großstädter zum staunen, nur die Palastwache behält ihre steinerne Miene.
Wer stellt denn jemanden ein, der nicht einmal staunen kann, wenn ein fliegender Teppich an ihm vorbeidüst? Komischer Volk, die Engländer.
Jetzt muss ich aber noch unbedingt nach Escot, die Pferde beim Rennen überholen und den Damen in der Tribüne den Hut klauen. Einer ist besonders lustig, er ist knallpink und hat die Form eines Pferdes. Den behalte ich, gebe der Dame dafür aber Geld, schließlich bin ich kein Dieb. Nur ein Reisender mit Teppich und Hut.
So schick herausgeputzt muss ich natürlich noch einen Abstecher in Paris machen. Ich sehe schöne, alte Straßen, über die so manches Gedicht geschrieben wurde. Leider fällt mir keines ein, zum Ersatz singe ich ein kleines Lied, das ich heute Morgen noch im Radio gehört habe.
Es ist so einfach eine feierliche Stimmung zu erzeugen, wenn einem danach ist.
Natürlich möchte ich noch den Eifelturm besuchen, muss aber natürlich nicht anstehen, um ganz auf die Spitze zu kommen. Ein weiterer Vorteil des Fliegens. Was für ein Ausblick! Man kann das ganze Leben der Stadt beobachten.
Die Autofahrer, die schnell nach Hause wollen, die Radfahrer, die alle ebenfalls ein Ziel haben. Aber am interessantesten sind die Fußgänger. Man sieht Geschäftsmänner mit Coffee to go, Familien, die sich streiten und Familien, die sich nicht streiten. Es gibt Leute, die schnell zum nächsten Bus rennen und dann noch Leute, die einfach durch die Stadt flanieren.
Liebespaare, alte Professoren, Stadtschönheiten und die einsamen Menschen, die es nicht an einem Ort hält. Ach, hätten sie doch auch alle einen Teppich!
Aber auch ich muss weiter, es gibt heute noch viel zu sehen. Als nächstes geht meine Reise nach Saudi Arabien, wo ich hoffe, andere Teppichflieger zu treffen. Tatsächlich tue ich das auch. Zuerst tauschen wir uns aus, über unsere Abenteuer. Ich erzähle von der Queen, meinem Hut und den Passanten in Paris, alle lauschen gebannt, das macht mich dann doch sehr verlegen. Dann erzählen die anderen Teppichflieger von fernen Länder, Tieren, Gewürzen, Geliebten, die sie zurück gelassen haben. Es ist wirklich alles sehr ergreifen und die Zeit rennt nur so, während wir plaudern. Mir werden auch nützliche Tricks beigebracht, zum Beispiel, wie man während des Fluges ein Brot toastet, ohne dass es einem den Teppich versaut. Während wir so reden, habe ich gar nicht gemerkt, dass wir in der Wüste angekommen sind. Es ist sehr heiß und sehr trocken und zum Glück habe ich eine große Flasche Wasser mitgenommen, die ich austrinke. Aber lange bleibe ich nicht in der Wüste, diese Landschaft gefällt mir gar nicht. Auch wenn das heißt, dass ich mich von meinen neuen Freunden verabschieden muss. Ich fliege lieber weiter Richtung Indien, wo ich eine Herde Elefanten treffe. Auch sie haben gelernt zu fliegen; mit ihren Ohren. Also können wir ein Stück zusammen reisen. Es stimmt übrigens, was man sich über Elefanten erzählt. Sie haben ein legendäres Gedächtnis und kennen viele Rätsel, Geschichte und Witze. Was für eine Gesellschaft!
Eine Pointe jagt die andere und auf Tränen der Rührung folgt ein heiterer Abschluss einer Geschichte. Auch ein passendes Gedicht über Paris haben mir die Elefanten beigebracht. Ach hätte ich es doch nur vorher gekannt! Zum Dank singe ich ihnen mein Lied vor, das ich auch in Paris gesungen habe, in dem Wissen, dass die Elefanten es wohl nie wieder vergessen werden. Schließlich wird die Herde vom Hunger nach Hause getrieben und ich bleibe alleine übrig mit meinen neuen Geschichten, Witzen, Rätseln. Wer reist, ist manchmal einsam, hat aber immer so viel zu erzählen, wenn er neue Bekanntschaften macht, dass er überall schnell neue Freunde trifft. Das gefällt mir. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, um wieder aufzubrechen. Dieses Mal möchte ich nach China. Ich fliege hoch in die Atmosphäre und hole mir mit einem Eimer etwas Farbe vom Regenbogen. Jeder Künstler hätte gestaunt bei dieser Auswahl an Farben. Dann fliege ich heimlich zur großen Mauer und bemale sie. Mit empörten Engländern, flanierenden Franzosen, fliegenden Arabern und geselligen Elefanten. Es ist toll geworden! Trotzdem sind die Chinesen empört. Banausen! I
ch fliege schnell weiter nach Japan. Erst einmal wohne ich einer richtigen Teezeremonie bei, sehr interessant ist das alles. Auch ein echter Samurai ist anwesend. Ich stelle ihm ein Rätsel der Elefanten, er kann es nicht lösen, also muss er mir den Schwertkampf beibringen. Der Samurai ist ein strenger Lehrer, aber auch ein sehr freundlicher. Schnell weg, bevor ich mich noch verliebe und hier bleiben muss!
Dafür hat mein Samurai leider gar kein Verständnis, aber ich bin nun mal eine Reisende und Reisende reisen.
Wo will ich denn als nächstes hin? Vielleicht nach Australien zum Surfen? Geht nicht vom Teppich aus? Schade. Na, dann tauche ich eben. Ich lande in einem Riff voller Korallen und Fische, die mir zeigen, wie der Sonnenuntergang unter Wasser aussieht. Kein Wunder, dass sie nie auftauchen wollen! Als die Sonne schließlich untergegangen ist, singen die Korallen etwas, das ein Bisschen wie eine Hymne klingt. Diese Gelegenheit nutze ich, um zu verschwinden. Ich bin schon sehr müde und zu Hause ist es schon spät. Oh, man scheint mich doch vermisst zu haben!
Wo ich gewesen bin, wollen sie wissen. Also erzähle ich von England, Frankreich, den Geschichten der anderen Teppichfliegern, den lustigen Elefanten und den singenden Korallen. Nur von meinem Samurai kann ich nicht erzählen. Meine Geschichte macht die anderen sehr böse, sie sagen mir, ich sollte nicht immer ausbrechen, alle Schwestern hätten mich schon gesucht.
Dann erklären sie mir, dass ich anfangen sollte in der Realität zu leben und geben mir Drogen, damit ich dorthin zurückfinde.
Die Autofahrer, die schnell nach Hause wollen, die Radfahrer, die alle ebenfalls ein Ziel haben. Aber am interessantesten sind die Fußgänger. Man sieht Geschäftsmänner mit Coffee to go, Familien, die sich streiten und Familien, die sich nicht streiten. Es gibt Leute, die schnell zum nächsten Bus rennen und dann noch Leute, die einfach durch die Stadt flanieren.
Liebespaare, alte Professoren, Stadtschönheiten und die einsamen Menschen, die es nicht an einem Ort hält. Ach, hätten sie doch auch alle einen Teppich!
Aber auch ich muss weiter, es gibt heute noch viel zu sehen. Als nächstes geht meine Reise nach Saudi Arabien, wo ich hoffe, andere Teppichflieger zu treffen. Tatsächlich tue ich das auch. Zuerst tauschen wir uns aus, über unsere Abenteuer. Ich erzähle von der Queen, meinem Hut und den Passanten in Paris, alle lauschen gebannt, das macht mich dann doch sehr verlegen. Dann erzählen die anderen Teppichflieger von fernen Länder, Tieren, Gewürzen, Geliebten, die sie zurück gelassen haben. Es ist wirklich alles sehr ergreifen und die Zeit rennt nur so, während wir plaudern. Mir werden auch nützliche Tricks beigebracht, zum Beispiel, wie man während des Fluges ein Brot toastet, ohne dass es einem den Teppich versaut. Während wir so reden, habe ich gar nicht gemerkt, dass wir in der Wüste angekommen sind. Es ist sehr heiß und sehr trocken und zum Glück habe ich eine große Flasche Wasser mitgenommen, die ich austrinke. Aber lange bleibe ich nicht in der Wüste, diese Landschaft gefällt mir gar nicht. Auch wenn das heißt, dass ich mich von meinen neuen Freunden verabschieden muss. Ich fliege lieber weiter Richtung Indien, wo ich eine Herde Elefanten treffe. Auch sie haben gelernt zu fliegen; mit ihren Ohren. Also können wir ein Stück zusammen reisen. Es stimmt übrigens, was man sich über Elefanten erzählt. Sie haben ein legendäres Gedächtnis und kennen viele Rätsel, Geschichte und Witze. Was für eine Gesellschaft!
Eine Pointe jagt die andere und auf Tränen der Rührung folgt ein heiterer Abschluss einer Geschichte. Auch ein passendes Gedicht über Paris haben mir die Elefanten beigebracht. Ach hätte ich es doch nur vorher gekannt! Zum Dank singe ich ihnen mein Lied vor, das ich auch in Paris gesungen habe, in dem Wissen, dass die Elefanten es wohl nie wieder vergessen werden. Schließlich wird die Herde vom Hunger nach Hause getrieben und ich bleibe alleine übrig mit meinen neuen Geschichten, Witzen, Rätseln. Wer reist, ist manchmal einsam, hat aber immer so viel zu erzählen, wenn er neue Bekanntschaften macht, dass er überall schnell neue Freunde trifft. Das gefällt mir. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, um wieder aufzubrechen. Dieses Mal möchte ich nach China. Ich fliege hoch in die Atmosphäre und hole mir mit einem Eimer etwas Farbe vom Regenbogen. Jeder Künstler hätte gestaunt bei dieser Auswahl an Farben. Dann fliege ich heimlich zur großen Mauer und bemale sie. Mit empörten Engländern, flanierenden Franzosen, fliegenden Arabern und geselligen Elefanten. Es ist toll geworden! Trotzdem sind die Chinesen empört. Banausen! I
ch fliege schnell weiter nach Japan. Erst einmal wohne ich einer richtigen Teezeremonie bei, sehr interessant ist das alles. Auch ein echter Samurai ist anwesend. Ich stelle ihm ein Rätsel der Elefanten, er kann es nicht lösen, also muss er mir den Schwertkampf beibringen. Der Samurai ist ein strenger Lehrer, aber auch ein sehr freundlicher. Schnell weg, bevor ich mich noch verliebe und hier bleiben muss!
Dafür hat mein Samurai leider gar kein Verständnis, aber ich bin nun mal eine Reisende und Reisende reisen.
Wo will ich denn als nächstes hin? Vielleicht nach Australien zum Surfen? Geht nicht vom Teppich aus? Schade. Na, dann tauche ich eben. Ich lande in einem Riff voller Korallen und Fische, die mir zeigen, wie der Sonnenuntergang unter Wasser aussieht. Kein Wunder, dass sie nie auftauchen wollen! Als die Sonne schließlich untergegangen ist, singen die Korallen etwas, das ein Bisschen wie eine Hymne klingt. Diese Gelegenheit nutze ich, um zu verschwinden. Ich bin schon sehr müde und zu Hause ist es schon spät. Oh, man scheint mich doch vermisst zu haben!
Wo ich gewesen bin, wollen sie wissen. Also erzähle ich von England, Frankreich, den Geschichten der anderen Teppichfliegern, den lustigen Elefanten und den singenden Korallen. Nur von meinem Samurai kann ich nicht erzählen. Meine Geschichte macht die anderen sehr böse, sie sagen mir, ich sollte nicht immer ausbrechen, alle Schwestern hätten mich schon gesucht.
Dann erklären sie mir, dass ich anfangen sollte in der Realität zu leben und geben mir Drogen, damit ich dorthin zurückfinde.
Ich hoffe der Leser bemerkt dieses Paradoxon. Na gut, ich verstehe, Sie sind verstimmt, aber hätte ich von Anfang an erzählt, in welcher Anstalt ich lebe, hätten Sie mir nie zugehört. Dann hätten Sie den Kopf geschüttelt und auf die Gesellschaft geschimpft. Sie hätten nie die Elefanten getroffen und sich nie in den Samurai verliebt und auch nie den Sonnenuntergang unter Wasser erlebt. Sie hätten nämlich gesagt, ich wäre verrückt, weil ein Doktor das auch sagt. Nun sage aber ich, Sie sind verrückt. Ich weiß aber nicht, was Sie verrückt macht, die Tatsache, dass Sie mit Elefanten gesprochen haben? Oder die Tatsache, dass Sie jetzt leugnen, dass Sie es getan haben? Vielleicht aber auch, Ihre Überzeugung, dass es keine fliegende Teppiche gibt, nachdem Sie einen ganzen Nachmittag auf einem geflogen sind?
Aber im Moment kann ich nicht scharf denken, die Drogen. Sie müssen wohl selbst den Grund Ihrer Verrücktheit herausfinden. Bitte verwahren Sie doch solange Teppich und Hut für mich, bis ich mich für ein weiteres Abenteuer hinausschleichen kann. Gute Nacht.
Aber im Moment kann ich nicht scharf denken, die Drogen. Sie müssen wohl selbst den Grund Ihrer Verrücktheit herausfinden. Bitte verwahren Sie doch solange Teppich und Hut für mich, bis ich mich für ein weiteres Abenteuer hinausschleichen kann. Gute Nacht.
11.11.2010
me and reality
Ich stehe ja schon seit Jahren im Ruf, sehr realitätsfern zu sein. Das begründet sich darin, dass ich z.B. keinen wirklichen Weihnachtswunsch habe, außer vielleicht einen fliegenden Teppich, dass ich mich wundere, oder dass es im Fehrnsehen so viel über Verbraucherschutz gibt und so wenig über fliegende Fische Aber ich persönlich finde gar nicht, dass ich so realitätsfern bin, eigentlich im Gegenteil. Ich habe doch nur 80 Jahre auf diesem Planeten, um herauszufinden, was das Leben ist und was es mir bietet. Deswegen interessiere ich mich so viel mehr für Bäume und Wolken als für den Milchpreis. Was geht mich denn der Preis einer Profikarte an, wenn in Afrika Kinder sterben? Was ist denn überhaupt Realität, außer ein Begriff den man Träumern so gerne entgegenschleudert? Ist es nicht eine Art Synonym für die Wahrheit? Woher soll ich denn wissen, dass ich die Wahrheit gefunden habe, wenn ich sie nie suche? Kann ich sie jemals finden? Schon möglich, aber selbst dann würde ich mir auch nicht sicher sein, dass ich sie gefunden habe. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb gebe ich meine epische Suche doch nicht auf. Wenn ich nie über meinen Gartenzaun hinauskomme, wie soll ich dann wissen, wie ein Wald aussieht? Im Grunde genommen, will ich nur die Wahrheit finde und suche die Realität. Ob ich ihr fern bin? Aber sicher! Aber solche, die meinen sie haben die Wahrheit schon gefunden, können ihr kaum fernen sein. Die Mauern einer Welt, die aus Engstirnigkeit, Steuererklärungen und Katy Perry bestehen, kann man nicht mit einem Preßlufthammer einreißen, aber dafür mit Seifenblasen. Also behalte ich meinen Kopf in den Wolken, ist eh besser als ihn in den Dreck zu stecken, und bleibe realitätsfern.
Gute Nacht
Euer Wolkenkind
Gute Nacht
Euer Wolkenkind
08.11.2010
Eines Tages
Eines Tages werde ich meine Tasche nehmen. Ich werde die Straße runter gehen, immer weiter runter, ohne mit jemandem zu reden. Dann erreiche ich den Hafen. Nicht den Hafen wie er jetzt ist, grau, voller Container und Hektik, voller Wirtschaft und Arbeit. Ich erreiche den Hafen, wie er in meiner Fantasie ist. Ein Hafen voller großer, pompöser Schiffe aus Holz, mit riesigen Segeln, Schiffe, die nett lackiert sind und mehr wie ein König aussehen als der König, der sie besitzt.Besetzt ist das Schiff mit einem Haufen Matrosen, die nur beim Ablegen sauber und heldenhaft aussehen. Bei der Heimkehr sind sie ausgemergelt und haben Skorbut, wirken aber verwegen und glücklich, denn sie habe Salz im Blut. Am Hafen stehen ein Haufen feiner Leute in Pastellkostümen, die mit Taschentüchern winken und eine Kapelle spielt langweilige Hymnen. Die Sonne scheint kräftig, als hätte sie es nötig und das Meer ist sanft und duftet. Jetzt nehme ich das erste Schiff und heuere an. Eigentlich ist es egal wohin, denn beim Reisen geht es nie um das Ziel. Ich bin jahrelang unterwegs. Ich lerne alle Völker kennen, treffe Zwerge und Giganten, lerne wie man segelt, Knoten macht und verliebe mich in die See. Die Königin, die Kaiserin. In ein paar Jahren komme ich wieder zurück in meine kleine Stadt mit ihren kleinen Zäunen und kleinen Pfützen, erzähle den Kindern von meinen Abenteuern und sterbe irgendwann mit dem sehnsüchtigen Blick in den Augen, den ich seit meiner Reise trug, wie andere ihren Schmuck. Meine Asche wird dann ins Meer gestreut, denn auch ich habe dann Salz im Blut. Die Wellen und der Wind tragen mich dann nach Hause. Den sehnsüchtigen Blick habe ich abgelegt. Doch bis dahin bleibe ich hier bei meinen Lieben und träume von einem Leben, in dem ich mehr Mut habe.
06.11.2010
The Fountainhead
Dies ist der Titel eines ziemlich genialen Buches, das ich vor ein paar Monaten gelesen habe. Es geht um einen Architekten, Howard Roark, der trotz vielen Gegenspielern und Druck von der Allgemeinheit seinen Weg geht. Okay, das ist jetzt ziemlich allgemein, aber spoilern ist mal echt doof. (Zur Not findet man auf Wikipedia eine Inhaltsangabe.)Roark ist ein Synonym für den Einzelgänger, der Mensch der nur sich und sein Werk im Sinn hat. Ständig versucht der "Mob", der sich vor allem in einen seiner Gegenspieler manifestiert, ihn zu ruinieren. Das Buch basiert auf der philosophischen Theorie der amerikanischen Autorin Ayn Rand. Das macht das Buch allerdings nicht staubtrocken. Im Gegenteil, es hält sich die Wage zwischen einer sehr spannender Story und einer Theorie, die einen nachdenken lässt. Ich persönlich habe mehrere Nächte kaum geschlafen, weil dieses Buch mich so intensiv zum Nachdenken angeregt hat. Es wurde übrigens auch verfilmt. Den Film habe ich nicht gelesen, aber hier ist eine Szene, die so ziemlich die philosophische Theorie von Ayn Rand zusammenfasst:
http://www.youtube.com/watch?v=Zc7oZ9yWqO4
Man muss ihr nicht in jedem Punkt zustimmen, aber darüber nachzudenken ist auf jeden Fall keine Zeitverschwendung. Dieses Buch kann man leider nicht auf deutsch erhalten, jedenfalls habe ich es noch nicht gefunden und in gewissen Buchhandlungen *hust* Thalia *hust* haben die "Fachkräfte" auch noch nie etwas davon gehört, was irgendwie sehr merkwürdig ist, da dieses Buch einfach mal richtig berühmt ist. Auf jeden Fall in den Staaten. Allerdings kann ich nur jedem empfehlen sich dieses Buch auf englisch durchzulesen. Die Sprache ist nicht kompliziert und es ist es auf jeden Fall wert.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Euer Wolkenkind
http://www.youtube.com/watch?v=Zc7oZ9yWqO4
Man muss ihr nicht in jedem Punkt zustimmen, aber darüber nachzudenken ist auf jeden Fall keine Zeitverschwendung. Dieses Buch kann man leider nicht auf deutsch erhalten, jedenfalls habe ich es noch nicht gefunden und in gewissen Buchhandlungen *hust* Thalia *hust* haben die "Fachkräfte" auch noch nie etwas davon gehört, was irgendwie sehr merkwürdig ist, da dieses Buch einfach mal richtig berühmt ist. Auf jeden Fall in den Staaten. Allerdings kann ich nur jedem empfehlen sich dieses Buch auf englisch durchzulesen. Die Sprache ist nicht kompliziert und es ist es auf jeden Fall wert.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Euer Wolkenkind
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